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Berieseln lassen und alles kommt wie von alleine

Kommt Ihnen diese Situation bekannt vor? Sie melden sich für einen Kurs an, sind anwesend, folgen auch aufmerksam den Themen und am Ende des Trainings fragen Sie sich: „wieso war das Ganze soooo zäh?“ Ja genau! Lag es an den Themen? War der/die Trainer/in weniger inspirierend, schloss das Training die Teilnehmer aktiv mit ein oder war es eher ein Vortrag, etc…

Es gibt womöglich sehr viele Gründe warum ein Training nicht Ihren Erwartungen entsprach. Bei Englisch Trainings gibt es allerdings einen ganz wichtigen Punkt, den viele nicht berücksichtigen. Und gerade dieser Aspekt stellt einen ganz wesentlichen Teil Ihres Auffrischung Prozesses dar.

Um welchen Aspekt dreht es sich dabei?

Ein Englischkurs ist keine Einbahnstraße und je mehr Sie als Teilnehmer aktiv dabei sind, desto schneller, effektiver und leichter frischen Sie Ihre eingeschlafenen Englischkenntnisse wieder auf.

Wieso sitzen dann so viele Teilnehmer im Kurs und geben kein einziges Mal von alleine einen Kommentar ab und von einer Frage stellen ganz zu schweigen?

Mal ganz ehrlich: liegt es immer nur am Trainer? Wohl eher nicht. Ein Englischtraining ist wie gesagt eine Zweibahnstraße und je mehr Sie selber in das Training hineinbringen, desto inspirierender, erfolgreicher und unvergesslicher wird es.

Also, mein Tipp an dieser Stelle:

Stellen Sie öfters mal Fragen, egal ob an den Kursleiter oder andere Teilnehmer. Kommentieren Sie ruhig mal unaufgefordert eine Bemerkung oder eine Meinungsäußerung von anderen.  Wenn Sie diesen Rat befolgen werden Sie Folgendes feststellen:

  1. Es macht viel mehr Spaß
  2. Sie frischen Ihre Englischkenntnisse wesentlich schneller auf, weil Sie von sich aus mehr sprechen und bekanntlich wissen wir ja, dass fließendes Englisch sprechen durch Englisch sprechen kommt.
  3. Sie erfahren viel Neues aus verschiedenen Bereichen.
  4. Sie hören vielleicht auch mal andere sprechen als überwiegend den Kursleiter.

Aber Vorsicht! Achten Sie darauf, dass Sie nicht in das andere Extrem verfallen und reden und reden und reden und dadurch langweilen.

Was soll ich denn nur fragen?

Ein allseits bekanntes Argument. Fällt Ihnen denn wirklich nichts ein?

Stellen Sie sich mal vor, im Kurs lernen Sie bestimmte „business phrases“ und dazu fällt Ihnen wirklich nichts ein? Hier ein kleines Beispiel. In der erwähnten Lektion taucht der Satz auf: „I’m afraid we cannot accept that.“ So, und jetzt könnte die Frage doch lauten: „why do you say  I’m afraid instead of I’m sorry? Where is the difference?“ Eine ganz simple Frage, die jedoch das ganze Thema etwas interessanter macht, wenn Sie mal nachhaken und eventuell sogar von Ihren eigenen Erfahrungen berichten.

Ein weiteres Beispiel: der Kursleiter stellt jemandem die Frage „Would you change anything in your current job?“ Vielleicht antwortet der/die Gefragte in etwa so: „ Yes, I would. I would change my office location within the building if I could.“ Und jetzt sind Sie an der Reihe. Anstatt zu warten bis der Trainer weiter auf diesen Kommentar eingeht, springen Sie herbei und fragen: “why would you change your office location? Is it too loud, is it too far away from the entrance, etc…? Tell me!”

Verstehen Sie jetzt was ich meine?

Es muss doch nicht eine hochgeistige, anspruchsvolle Frage sein. Vielmehr geht es darum, Ihre verschütteten Englischkenntnisse mit möglichst viel Sprechen zu heben. Das erfolgt indem sie möglichst viel Eigeninitiative ergreifen und in Ihrem Englischtraining das passive Verhalten ablegen und selber zu einer erfolgreichen Auffrischung beitragen. Egal um welches Thema es sich handelt und egal wie gut der Trainer ist, Sie können massiv mithelfen, Ihr Training zu einem Erlebnis zu machen.

Wir sagen im Englischen: „think out of the box“.  Jetzt liegt es an Ihnen. Be different! Be creative!

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