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Führungkräfte mit englischen Berufsbezeichnungen: was soll das Bitte sein?

Englische Berufsbezeichnung

Kürzlich hatte ich ein interessantes Telefonat mit einer Dame, die mir über ihre Mitarbeiter erzählte und deren Aufgaben. Sie selber ist gebürtige Engländerin und führt ein eigenes Unternehmen.

Das erstaunliche in diesem Gespräch war, zu erfahren, dass sie eine völlig falsche Betitelung eines ihrer Mitarbeiterinnen hatte. Diese Mitarbeiterin hielt den Titel „Business Development Manager“ inne. Wissen Sie, was diese Bezeichnung beinhaltet geschweige denn wofür so eine Person verantwortlich ist? Ich fand es dann echt verwunderlich, dass die Dame mir erklärte, ihr Business Development Manager sei für die Angebotserstellung und Auftragsbearbeitung zuständig. Hmmm… interessant, oder?

Denn die wirklichen Aufgaben eines Business Development Managers liegen in einem ganz anderen Bereich. Auf jeden Fall bei uns in den USA haben wir ein anderes Verständis für diesen Job Titel.

Was lernen wir daraus mit dem Einsatz von englischen Job Titeln?

Erstens: Verwenden Sie keine englischen Titel bei denen Sie nicht wissen, was die wirkliche Aufgabe oder Verantwortung eines solchen Titels beinhaltet. Es ist sowie schon teilweise gruselig, mit welchen englischen Bezeichnungen manche Führungskräfte um sich werfen.

Angefangen von „Digital Client Representative“ über “Human Resources, Education, Tech & Social Innovation Manager” bis hin zu “Performance Marketing Specialist”.

Das ist doch echt schräg, oder?

O. k., bei dem zweiten Titel kann man erahnen, dass es um Personal, Ausbildung geht, im letzten Teil mit „Tech & Social Innovation“ kann alles oder nichts bedeuten.

Zweitens: Wenn Sie keinen internationalen Kontakt haben, sei es mit Kunden, Geschäftspartnern oder Kollegen, dann verwenden Sie auch keinen englischen Job Titel. Dann nehmen Sie nur Ihren Deutschen Titel. Das reicht völlig aus! Denn Sie könnten sich mit einer falschen oder nicht zu verstehenden Version echt lächerlich machen.

Drittens: Suchen Sie sich eine Berufsbezeichnung in Englisch aus, wo Sie sich 100% sicher sind, dass er erstens verstanden wird und zweitens Sie wissen was dieser Titel beinhaltet und, welche Aufgaben ihn einschließen oder umfassen.

Es mag sich ja schick und wichtig anhören und auch lesen, wenn Sie als Manager einen englischen Job Titel haben, wenn Sie jedoch nicht wirklich wissen, was dahinter steckt, dann informieren Sie sich. Oder wussten Sie, dass ein „Environment Improvement Technician“ ein Gebäudereiniger ist?

Das ist doch echt der Hammer, oder?

Es muss nicht immer ein exotischer, ausgefallener englischer Berufstitel sein.

Oftmals reicht ein allgemein bekannter Name völlig aus, wie z. B. „Key Account Manager“.

Hinzu kommt noch, dass es oftmals keine einheitlichen Titel im englischen gibt. Ein Manager kann jemand mit und ohne Personalverantwortung sein. Dieser Titel besagt, dass diese Person einen bestimmten Bereich „managed“ also bewältigt.

Gar nicht so einfach mit den englischen Titeln.

Da Unternehmen sich natürlich als international ausgerichtet präsentieren möchten, kommen sie fast nicht herum ihre Stellen mit englischen Titeln zu bezeichnen. Oder hat es vielleicht damit zu tun, einen einfachen Job dadurch aufzuwerten?

Ach ja, und die wirkliche Aufgabe eines Business Development Managers ist:

„A Business Development Manager works to improve an organization’s market position and achieve financial growth. This person defines long-term organizational strategic goals, builds key customer relationships, identifies business opportunities, negotiates and closes business deals and maintains extensive knowledge of current market conditions.”

 

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