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Als Führungskraft besser in Englisch kommunizieren

Vielleicht ist es Ihnen ja schon aufgefallen: sich redegewandt in Englisch ausdrücken ist gar nicht so leicht. Die passenden Fachwörter , der Einsatz von verschiedenen smarten Verben, die Anwendung von typischen Redewendungen. Vor allem dann, wenn Sie in einem Meeting mit „native-speakers“ sitzen und Sie Ihre Information nicht überzeugend vermitteln können. Zum Beispiel, dass Sie schlagende Argumente in Verhandlungen schlüssig und stichhaltig kommunizieren.

Deshalb hilft es Ihnen beim Kommunizieren in Englisch herzlich wenig, wenn Sie in der Schule oder Uni eine Eins im Fach Englisch hatten.

Ja, womöglich beeinträchtigt es das sogar.

Überzeugend und glaubhaft in Englisch kommunizieren geht anders als „normales Alltags Englisch“

„Wo bitte ist da der Unterschied“  fragen Sie sich?

Englisch sprechen? Englisch überzeugend, klar kommunizieren?

Es geht doch schlicht und einfach darum, dass ich verstanden werde!

Da haben Sie völlig Recht!

Führungskräfte Englisch geht jedoch anders.

Was möchten Sie allerdings bewirken?

  • nur über einfache Dinge sprechen?
  • stichhaltig und schlüssig von Ihren Ideen, Argumentationen sprechen? Ihren Gesprächspartner überzeugen?

Dann reicht Ihr „fliessendes“ Englisch alleine nicht aus. Und erst Recht nicht, wenn es schon eine ganze Weile her ist, dass Sie Englisch gesprochen haben und ganz bestimmt nicht, wenn Sie als Führungskraft umständlich und kompliziert Ihre komplexen Produkte oder Gedanken umschreiben müssen. Entsprechend klar und plausibel müssen Sie in Englisch kommunizieren.

Worauf kommt es also an?

Wie Sie Ihre Argumentation, Information oder Botschaft rüberbringen, d.h. wie antworten Sie auf bestimmte Fragen, welche typischen englischen Ausdrücke verwenden Sie und wie abwechslungsreich sind Ihre Vokabeln, das macht sehr wohl einen Unterschied.

Wenn Sie Ihren Gesprächspartner also für sich gewinnen wollen, dann müssen Sie:

  • „native-like“ Englisch sprechen
  • den typischen deutschen Kommunikationsstil vermeiden
  • wortgewandt Englisch sprechen

Einfach ausgedrückt: in wichtigen Verhandlungen oder Präsentationen in Englisch oder jeglicher Geschäftssituation wollen Sie Ihren Gesprächspartner von Ihren Produkten oder Ideen überzeugen und zum Kauf oder von einer Zusammenarbeit überzeugen. Beim einfachen, alltäglichen Gespräch doch eher weniger.

Das sind zwei völlig verschiedene Paar Schuhe.

Hier nun ein Beispiel:

Angenommen Sie sitzen mit Ihrem Geschäftspartner zusammen und erläutern verschiedene Möglichkeiten einer Zusammenarbeit. Ihre Argumentation könnte so lauten:

„Of course, we can work together! We are the perfect partner for your problem. We can give you a lot of help and we have much experience in this field.”

Daran ist im Grunde nichts auszusetzen.

Doch macht diese Argumentation Lust auf eine Zusammenarbeit mit Ihnen? Und zeugt dieses Englisch von Fachkompetenz als Führungskraft?

Wohl eher nicht, oder?

Es gibt in diesem Statement drei fatale Fehler, die jegliche Zusammenarbeit womöglich im Keim ersticken ließen.

  1. „of course“ – wir Amerikaner würden niemals eine Antwort mit „of course“ beginnen, denn es bedeutet: natürlich oder selbstverständlich. Wieso ist etwas selbstverständlich?

„Do you work for a fortune 500 company?“   –  “Of course, I do!”

“Do you provide 24 months warranty?” – “Of course, we do!”

Also, wenn Sie die zweite Regel beherzigen – den typischen deutschen Kommunikationsstil vermeiden – dann verwenden Sie diesen Ausdruck niemals zu Beginn einer Antwort.

  1. „problem“ – dieses Wort hat einen sehr negativen Beigeschmack und klingt überhaupt nicht positiv.

„Houston we have a problem!“ Ja, damals hatten die Astronauten wirklich ein Problem. Allerdings mussten Sie auch nicht einen Geschäftspartner überzeugen oder für sich gewinnen.

  1. „we“ – es ist ja schön und gut was Sie alles können und anbieten, doch hört es sich auf keinen Fall wortgewandt an und geht es dabei um Sie oder den Geschäftspartner?

Hier also ein Vorschlag, der alle drei Regeln beherzigt:

„I’m sure we can cooperate. You will find a devoted and innovative partner for your issue in us. Besides that, you will benefit from our wide range of experience as well as our reliable and fast support.”

Klingt doch gleich viel überzeugender, oder?

Genau das macht den feinen Unterschied zwischen:

In Englisch sprechen und in Englisch überzeugend kommunizieren.

Überzeugend kommunizieren beinhaltet:

  • abwechslungsreiche Verben
  • „power“ Wörter einsetzen, wie z.B. „reliable, fast, focused, inventive etc..“
  • den Fokus auf den Gesprächspartner legen und das kleine „we“ weniger verwenden, sondern viel mehr „you“
  • typischen deutschen Sprachstil vermeiden, wie z.B. „sometimes“ als Antwort und sonst nichts oder „of course“ zu Beginn einer Antwort.

Probieren Sie es doch bei Ihrem nächsten Gespräch gleich mal aus. Sie werden den Unterschied bemerken. Good luck!

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